Medien|Denken – Natascha Frankenberg – Lagen lesbisch/queerer Filmgeschichte

01.10.22|JANE DOE

Lagen lesbisch/queerer Filmgeschichte – von Queeren Zeitlichkeiten und Prekarität


Abstract

Was könnte eine US-amerikanische lesbische Filmgeschichte sein und wie sollte sie aussehen? Barbara Hammer hat seit den 70er Jahren eigene Entwürfe dazu vorgelegt und in ihren Arbeiten immer wieder an neuen Stellen angesetzt. Sie schreibt neu, sie schreibt um und schreibt sich ein. Sie entwirft und sie dekonstruiert. Dabei entsteht mit ihren Filmen ein eigenes queeres Archiv des audiovisuellen Nachdenkens über die Möglichkeiten und Bedingungen lesbischer Filmgeschichte.

Auch die Filmemacherin Cheryl Dunye arbeitet an einer solchen Filmgeschichte und geht mit ihrem Film The Owls (USA 2010) der Frage nach, von welchen Vergangenheiten lesbische Figuren im Film heute noch verfolgt werden. Anhand der Arbeiten der beiden Filmemacher*innen möchte ich kurz skizzieren, wie sie Aspekte Queerer Zeitlichkeiten und Verhandlungen von Prekarität hervorbringen.


Biographical Note

Natascha Frankenberg promovierte mit einer filmwissenschaftlichen Arbeit zur Diskussion von Zeitlichkeit in den Queer Studies. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Medienwissenschaft. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören Queere Zeitlichkeiten sowie Konzepte und Ansätze der queer-feministischen Film- und Medienwissenschaft. Für das IFFF – Frauen Film Fest Dortmund + Köln kuratiert sie die Sektion für queeren Film: begehrt!


Zuletzt erschienen:

Natascha Frankenberg:‘Queer-feministischer Film-Aktivismus gegen Prekarisierung.’ In: Astrid Deuber-Mankowsky und Philipp Hanke (Hg*innen): Queeres Kino / Queere Ästhetiken als Dok

umentationen des Prekären. Berlin: ICI Press, 2021, 47-66.

Natascha Frankenberg: Queere Zeitlichkeiten in dokumentarischen Filmen. Untersuchungen an der Schnittstelle von Filmwissenschaft und Queer Studies. Bielefeld: transcript, 2021