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SUMMARY:Workshop - Umwelt der Daten - Daten der Umwelt (SFB “Virtuelle Lebenswelten”)
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SUMMARY:Vortragsreihe Virtuelle Tribunale: Niklas Barth "Über-andere-vor-anderen-Urteilen. Tribunalisierungsdynamiken unter anwesend Abwesenden"  (SFB “Virtuelle Lebenswelten”)
DESCRIPTION:Niklas Barth (München)Moderation: Friedrich BalkeVortragsreihe von Rupert Gaderer\, Vanessa Grömmke\, Anna Polze und Friedrich Balke  \n\n\n\nTribunale sind als antagonistische Kritik-Instanzen zum Gericht beschrieben worden. Sie stehen unter dem Verdacht\, voreingenommene und auf reine Sichtbarkeit und Verbreitung abzielende Schauprozesse zu sein. Diese Unterscheidung zwischen etablierten forensischen Gerichtspraktiken und interventionistischen Tribunalisierungsdynamiken befragt die Vortragsreihe mit Blick auf virtuelle Streitwelten. Denn Virtualität verändert nicht nur die Möglichkeiten der Ermittlung und Urteilsbildung in Bezug auf Konflikte\, sie trägt selbst zur Entstehung gänzlich neuer Streitszenarien einschließlich ihrer Ästhetisierungs-\, Verhandlungs- und Reflexionsräume bei. Die Vortragsreihe thematisiert deshalb tribunale Formen und forensische Formate\, die auf die Beschäftigung mit Konfliktfällen ausgelegt sind\, für die es (noch) keine institutionellen Urteilsregeln gibt.Die Veranstaltung findet auf Zoom statt. Anmeldung per Mail an virtuelle-streitwelten@rub.de
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SUMMARY:Infoveranstaltung ERASMUS+ (IfM)
DESCRIPTION:Die Veranstaltung richtet sich an alle IfM-Studierenden\, die sich für ein Auslandsemester interessieren – egal ob im BA oder im MA. Hier erhalten Sie wertvolle Informationen zu den Partnerinstituten unseres Instituts und erfahren alles Wichtige rund um das ERASMUS+Stipendium sowie den Bewerbungsprozess für das akademische Jahr 2025/26. \n\n\n\nSchauen Sie sich vorab schonmal die Infos auf unserer neuen Website IfM-International an und nutzen Sie die Gelegenheit\, Ihre  Fragen direkt zu stellen\, um sich optimal auf Ihre Bewerbung vorzubereiten. \n\n\n\nWir freuen uns auf Ihre Teilnahme! \n\n\n\nTermin: \n\n\n\n📅 4. Dezember 2024 \n\n\n\n🕒 14:00 Uhr \n\n\n\n📍 GB 1/144
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SUMMARY:Ringvorlesung: Das Dokumentarische VI (Grako “Das Dokumentarische“)
DESCRIPTION:10:00 – 12:00: Ringvorlesung Das Dokumentarische VI mit C. Persing (Uni105\, EG014) \n\n\n\nCatherin Persing Pflanzen dokumentieren. Mehr -als-menschliche Perspketiven auf das Anthropozän
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SUMMARY:Work together: Lyotard 100. Praktiken des Widerstreits (FSP Digitale Kultur der FernUniversität in Hagen und SFB 1567 “Virtuelle Lebenswelten”)
DESCRIPTION:Zum 100. Geburtstag werden Lyotards Denkansätze im Kontext heutiger Debatten betrachtet \n\n\n\nJean-François Lyotard\, der 2024 seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte\, steht für ein Denken\, das sich den akademischen Normen entzieht und sich stärker den Künsten und der Literatur als festen Lehrmeinungen zuwendet. Seine Werke lassen keine kohärente »Metaerzählung« erkennen\, sondern sind vielmehr Ausdruck der Diskussionen und Konflikte seiner Zeit\, die sich in verschiedenen Phasen wie dem Freudo-Marxismus und seinem Engagement für den Algerien-Konflikt widerspiegeln. Die geplante Tagung zu seinem 100. Geburtstag wird Lyotards Gedanken im Kontext aktueller Debatten neu betrachten und untersuchen\, wie seine Ideen helfen können\, die heutigen Widerstreite zu verstehen und zu bezeugen.„Exercices du différend“ – „Übungen im Widerstreit“ nannte Jean-François Lyotard\, der 2024 100 Jahre alt geworden wäre\, jene Versuche für das zu zeugen\, was sich der Spra- che\, der Darstellung und der Imagination entzieht. Sein Denken untersteht der Regel\, Philosophie auszuüben\, zu praktizieren\, ohne zur Professorenphilosophie verurteilt zu sein („de professer la philosophie sans être condamné à la philosophie des professeurs“). Jen- seits (oder diesseits?) akademisch standardisierter Profile steht Lyotards Denken für eine Philosophie der écriture\, die den Künsten und der Literatur näher ist als einer Lehrmeinung oder einer Theorie. Wie andere Vertreter:innen der French Theory seiner Generation ent- wickelt er sein Denken mit den Diskussionen seiner Zeit\, in die er wiederholt wirkungsvoll eingegriffen hat (offenkundig: Das postmoderne Wissen\, frz. 1979). Im Unterschied zu der anhaltenden Prominenz der Texte von etwa Deleuze\, Derrida oder Foucault gibt es keine vergleichbar dauerhafte Rezeption der Werke von Lyotard. Aus den Wendungen in seinen Schriften\, von der frühen Einführung in die Phänomenologie\, der Zeit in der akti- vistischen Gruppe Socialisme ou barbarie\, sein Engagement im Algerien-Konflikt\, der freudo-marxistischen Phase\, gefolgt von „seinem philosophischen Buch“ Der Widerstreit\, über die zahlreichen Auseinandersetzungen einer philosophischen écriture\, bis zu den späten monographischen Arbeiten über Figuren wie Augustinus und Malraux\, lässt sich keine Lyotardsche „Metaerzählung“ zusammenstellen\, die ein Werk ergäbe. Die Schriften Lyotards sind Symptome ihrer Zeit (durchaus im Lyotard wohlvertrauten psychoanalyti- schen Sinne)\, die gelesen werden wollen\, und weniger Etappen eines Werkes\, das sich auf Stichworte bringen ließe. Umso mehr ist es ein Philosophieren eines heterodoxen Den- kers des „enteigneten Subjekts“ (J.-M. Salanskis)\, dessen Formen des Denkens und Schrei- bens im Austausch mit Medien Technologie\, Malerei\, Musik und Literatur gewirkt hat. Zum 100. Geburtstag des 1998 verstorbenen Denkers möchte die Tagung Lyotard 100. Praktiken des Widerstreits zentrale Gedankengänge dieses heterogenen Werkes daher in den Kontext gegenwärtiger Debatten stellen. Was gibt uns Lyotard (heute) zu lesen? Weniger als darum\, den Autor Lyotard oder dessen Werk zu ehren\, wird es der Tagung darum gehen\, wie sich heute für die Widerstreite zeugen lässt\, die uns zeitgenössisch beschäftigen. Der Appell\, den Lyotard selbst im Widerstreit artikuliert hatte\, Formen der écriture zu erfinden\, wie man nach Auschwitz „die Integrität des Denkens retten“ könne\, hat an Dringlichkeit nur zugenommen. Dass Denken nicht bedeutet\, Vorgefundenes ein- zuordnen und begrifflich zu systematisieren\, sondern sich von dem affizieren lassen\, das nicht vergessen werden darf\, das nicht identifizierbar\, gar unsagbar ist – und was Lyotard rätselhafter Weise enfance („Kindheit“) nannte\, will die Tagung dagegen als Inspiration nehmen. Welche Appelle sind im 21. Jahrhundert zu hören\, welche „Kindheitslektüren“ (so ein Buchtitel von 1995) wären heute zu vollziehen\, welche Widerstreite heute zu bezeugen\, warum philosophieren (wie die posthum herausgegebene kleine Schrift fragt)? Die Tagung setzt zwei Schwerpunkte: \n\n\n\nI. Technik – Schrift – Medien \n\n\n\nMedientheoretisch bilden diese drei Terme einen Begriffszusammenhang\, der die Media- lität selbst umreißt. Lyotards Interesse für technologisierte Welten\, mediale Apparaturen und Konstellationen der Schrift und des Schreibens skizzieren das Fragmentarische\, das aller Medialität zugrunde liegt. Mit Lyotard wäre auch die Frage wie ohne Körper oder mit einem hybriden Technokörper (noch) zu denken wäre\, noch einmal neu zu stellen. Das Schreiben\, die Schrift und die Schriftlichkeit erscheinen\, so Lyotard in Discourse\, Figure\, wenn die Anwesenheit des Sprechers durchgestrichen ist. Was aber bedeutet heute\, auch angesichts des „Nicht-Darstellbaren“ oder „Nicht-Identifizierbaren“\, digitale Schriftlichkeit\, eine Schriftpraxis\, deren selbstlernende konnexionistischen Systeme selbst Schrift erzeugen? Wo und wie ist das Schweigen zu hören oder wie lässt sich das Unhör- bare hörbar machen? Wie vermögen sich Literatur\, die bildenden Künste und ihre perfor- mativen Geschwister diesem ja stets unerfüllbaren Anspruch stellen? \n\n\n\nII. Episteme – Zeugnis – Politik \n\n\n\nLyotards Konzeption eines irreduziblen und unlösbaren Widerstreits\, in dem Argumente inkommensurabel sind\, so dass er sich nur in einem Affekt zeigen kann\, fügt dem vieldis- kutierten Feld der epistemischen Ungerechtigkeit und politischen Zeugenschaft eine ago- nale Dimension hinzu. Sie erlaubt es einen Sinn für Ungerechtigkeit ins Auge zu fassen\, der weder zu einer subjektiven Gefühlsperspektive zusammenschmilzt noch einer verall- gemeinernden Vernunft unterzuordnen ist. Über welche Idiome verfügen die Widerstreite unserer Gegenwart? Welche wären (und von wem?) zu erfinden? Wo sind ihrerseits wie- derum die Grenzen der Zeugenschaft erreicht\, und sind Positionierungen notwendig? Welche Fallen hält eine Identitätspolitik bereit\, und welche Universalisierungen sind notwendig? \n\n\n\n‍ \n\n\n\nOrganisation: Thomas Bedorf (FernUni Hagen)\, Christina Schües (Uni Lübeck) & Robert Schulz (FernUni Hagen) \n\n\n\nKooperation: FSP digitale_kultur (FernUni Hagen)\, SFB Virtuelle Lebenswelten (Ruhr-Uni Bochum)\, Deutsche Gesellschaft für französischsprachige Philosophie (DGFP) \n\n\n\n‍ \n\n\n\nDas Programm ist auch auf der Seite der FernUniversität Hagen abrufbar.
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SUMMARY:Work together: Lyotard 100. Praktiken des Widerstreits (FSP Digitale Kultur der FernUniversität in Hagen und SFB 1567 “Virtuelle Lebenswelten”)
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Geburtstag wird Lyotards Gedanken im Kontext aktueller Debatten neu betrachten und untersuchen\, wie seine Ideen helfen können\, die heutigen Widerstreite zu verstehen und zu bezeugen.„Exercices du différend“ – „Übungen im Widerstreit“ nannte Jean-François Lyotard\, der 2024 100 Jahre alt geworden wäre\, jene Versuche für das zu zeugen\, was sich der Spra- che\, der Darstellung und der Imagination entzieht. Sein Denken untersteht der Regel\, Philosophie auszuüben\, zu praktizieren\, ohne zur Professorenphilosophie verurteilt zu sein („de professer la philosophie sans être condamné à la philosophie des professeurs“). Jen- seits (oder diesseits?) akademisch standardisierter Profile steht Lyotards Denken für eine Philosophie der écriture\, die den Künsten und der Literatur näher ist als einer Lehrmeinung oder einer Theorie. Wie andere Vertreter:innen der French Theory seiner Generation ent- wickelt er sein Denken mit den Diskussionen seiner Zeit\, in die er wiederholt wirkungsvoll eingegriffen hat (offenkundig: Das postmoderne Wissen\, frz. 1979). Im Unterschied zu der anhaltenden Prominenz der Texte von etwa Deleuze\, Derrida oder Foucault gibt es keine vergleichbar dauerhafte Rezeption der Werke von Lyotard. Aus den Wendungen in seinen Schriften\, von der frühen Einführung in die Phänomenologie\, der Zeit in der akti- vistischen Gruppe Socialisme ou barbarie\, sein Engagement im Algerien-Konflikt\, der freudo-marxistischen Phase\, gefolgt von „seinem philosophischen Buch“ Der Widerstreit\, über die zahlreichen Auseinandersetzungen einer philosophischen écriture\, bis zu den späten monographischen Arbeiten über Figuren wie Augustinus und Malraux\, lässt sich keine Lyotardsche „Metaerzählung“ zusammenstellen\, die ein Werk ergäbe. Die Schriften Lyotards sind Symptome ihrer Zeit (durchaus im Lyotard wohlvertrauten psychoanalyti- schen Sinne)\, die gelesen werden wollen\, und weniger Etappen eines Werkes\, das sich auf Stichworte bringen ließe. Umso mehr ist es ein Philosophieren eines heterodoxen Den- kers des „enteigneten Subjekts“ (J.-M. Salanskis)\, dessen Formen des Denkens und Schrei- bens im Austausch mit Medien Technologie\, Malerei\, Musik und Literatur gewirkt hat. Zum 100. Geburtstag des 1998 verstorbenen Denkers möchte die Tagung Lyotard 100. Praktiken des Widerstreits zentrale Gedankengänge dieses heterogenen Werkes daher in den Kontext gegenwärtiger Debatten stellen. Was gibt uns Lyotard (heute) zu lesen? Weniger als darum\, den Autor Lyotard oder dessen Werk zu ehren\, wird es der Tagung darum gehen\, wie sich heute für die Widerstreite zeugen lässt\, die uns zeitgenössisch beschäftigen. Der Appell\, den Lyotard selbst im Widerstreit artikuliert hatte\, Formen der écriture zu erfinden\, wie man nach Auschwitz „die Integrität des Denkens retten“ könne\, hat an Dringlichkeit nur zugenommen. Dass Denken nicht bedeutet\, Vorgefundenes ein- zuordnen und begrifflich zu systematisieren\, sondern sich von dem affizieren lassen\, das nicht vergessen werden darf\, das nicht identifizierbar\, gar unsagbar ist – und was Lyotard rätselhafter Weise enfance („Kindheit“) nannte\, will die Tagung dagegen als Inspiration nehmen. Welche Appelle sind im 21. Jahrhundert zu hören\, welche „Kindheitslektüren“ (so ein Buchtitel von 1995) wären heute zu vollziehen\, welche Widerstreite heute zu bezeugen\, warum philosophieren (wie die posthum herausgegebene kleine Schrift fragt)? Die Tagung setzt zwei Schwerpunkte: \n\n\n\nI. Technik – Schrift – Medien \n\n\n\nMedientheoretisch bilden diese drei Terme einen Begriffszusammenhang\, der die Media- lität selbst umreißt. Lyotards Interesse für technologisierte Welten\, mediale Apparaturen und Konstellationen der Schrift und des Schreibens skizzieren das Fragmentarische\, das aller Medialität zugrunde liegt. Mit Lyotard wäre auch die Frage wie ohne Körper oder mit einem hybriden Technokörper (noch) zu denken wäre\, noch einmal neu zu stellen. Das Schreiben\, die Schrift und die Schriftlichkeit erscheinen\, so Lyotard in Discourse\, Figure\, wenn die Anwesenheit des Sprechers durchgestrichen ist. Was aber bedeutet heute\, auch angesichts des „Nicht-Darstellbaren“ oder „Nicht-Identifizierbaren“\, digitale Schriftlichkeit\, eine Schriftpraxis\, deren selbstlernende konnexionistischen Systeme selbst Schrift erzeugen? Wo und wie ist das Schweigen zu hören oder wie lässt sich das Unhör- bare hörbar machen? Wie vermögen sich Literatur\, die bildenden Künste und ihre perfor- mativen Geschwister diesem ja stets unerfüllbaren Anspruch stellen? \n\n\n\nII. Episteme – Zeugnis – Politik \n\n\n\nLyotards Konzeption eines irreduziblen und unlösbaren Widerstreits\, in dem Argumente inkommensurabel sind\, so dass er sich nur in einem Affekt zeigen kann\, fügt dem vieldis- kutierten Feld der epistemischen Ungerechtigkeit und politischen Zeugenschaft eine ago- nale Dimension hinzu. Sie erlaubt es einen Sinn für Ungerechtigkeit ins Auge zu fassen\, der weder zu einer subjektiven Gefühlsperspektive zusammenschmilzt noch einer verall- gemeinernden Vernunft unterzuordnen ist. Über welche Idiome verfügen die Widerstreite unserer Gegenwart? Welche wären (und von wem?) zu erfinden? Wo sind ihrerseits wie- derum die Grenzen der Zeugenschaft erreicht\, und sind Positionierungen notwendig? 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SUMMARY:Vortragsreihe Virtuelle Tribunale: Nicola Behrmann "Tests of Ridicule: Mädchen vor dem Gesetz" (SFB “Virtuelle Lebenswelten”)
DESCRIPTION:Nicola Behrmann (New Brunswick)Moderation: Friedrich BalkeVortragsreihe von Rupert Gaderer\, Vanessa Grömmke\, Anna Polze und Friedrich Balke  \n\n\n\nTribunale sind als antagonistische Kritik-Instanzen zum Gericht beschrieben worden. Sie stehen unter dem Verdacht\, voreingenommene und auf reine Sichtbarkeit und Verbreitung abzielende Schauprozesse zu sein. Diese Unterscheidung zwischen etablierten forensischen Gerichtspraktiken und interventionistischen Tribunalisierungsdynamiken befragt die Vortragsreihe mit Blick auf virtuelle Streitwelten. Denn Virtualität verändert nicht nur die Möglichkeiten der Ermittlung und Urteilsbildung in Bezug auf Konflikte\, sie trägt selbst zur Entstehung gänzlich neuer Streitszenarien einschließlich ihrer Ästhetisierungs-\, Verhandlungs- und Reflexionsräume bei. Die Vortragsreihe thematisiert deshalb tribunale Formen und forensische Formate\, die auf die Beschäftigung mit Konfliktfällen ausgelegt sind\, für die es (noch) keine institutionellen Urteilsregeln gibt.Die Veranstaltung findet auf Zoom statt. Anmeldung per Mail an virtuelle-streitwelten@rub.de
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SUMMARY:MeWi Winterfest (FSR MeWi)
DESCRIPTION:Am 09.12.2024 findet das Winterfest des IfMs\, organisiert durch den Fachschaftsrat\, statt. Eingeladen ist das gesamte Institut: Lehrende\, Mitarbeitende und Studierende.
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SUMMARY:Didaktikstudio - Grow & Go! Didaktik des Virtuellen (SFB “Virtuelle Lebenswelten”)
DESCRIPTION:Die Art und Weise\, wie wir lernen und lehren verändert sich in virtuellen Lebenswelten. Diesem Befund widmen wir uns in einem besonderen Veranstaltungsformat\, dem Didaktikstudio. Im Didaktikstudio bündeln wir die in den Teilprojekten gesammelten didaktischen Erkenntnisse und Erfahrungen. Dort entwerfen wir neue Perspektiven und Möglichkeiten Virtualität als Element der Lehre einzubinden und zu reflektieren. In regelmäßigen Lehrtreffen\, mit konkreten Fallanalysen und in der Erprobung möglicher didaktischer Interventionen zielen wir auf fach- und hochschuldidaktische Zugänge. So wollen wir in den drei neuen Formaten Potenzial und Fallstricke der Virtualität in universitärer Lehre identifizieren. 
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SUMMARY:Gastvorlesung Prof. Dr. Ulrike Bergermann im Research Colloquium Gender/Queer Media Studies WS 24/25 (IfM)
DESCRIPTION:Abstract: Taste has a history\, or rather many – personal\, embodied histories as well as philosophical and colonial histories. A new understanding of taste emerged in the aesthetics of the enlightenment\, while colonialism and enslavement provided new experiences of taste and ‚having taste‘. Following on from this\, and with a glance to the euro-american story of cocoa\, we might think of a need to not only „decolonize the mind“ (Ngũgĩ wa Thiong’o) but also the senses. With the help of the queerfeminist concept of „Feel Tanks“ and current theories of collectivity\, taste\, and affect\, the presentation discusses the idea of „Taste Tanks“ for a disruption of the sensible.
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SUMMARY:Tag der Medienpraxis
DESCRIPTION:Am 12.12.2024 findet der Tag der Medienpraxis statt. \n\n\n\nTIMETABLE  \n\n\n\n09:30-10:15 Sowo Koenning: Filmemachen in fünf Sitzungen \n\n\n\n10:15-11:00 Noemi Paprotny: Becoming a UX Conceptor. User-Experience-Design als praktische Kompetenz und analytische Methodik \n\n\n\n11:00-11:15 Kaffeepause \n\n\n\n11:15-12:00: Solmaz Gholami: Low Budget and High Concept? Der Kurzfilm als medienwissenschaftliche Leistung im Studium  \n\n\n\n12:00-12:45 TBA  \n\n\n\n13:00-14:00 Mittagspause \n\n\n\n14:00-15:30 Rundgang: medienpraktische Arbeiten IFM-Studierender (Ort: TBA)  \n\n\n\n15:30-16:00 Abschlussdiskussion 
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SUMMARY:Jennifer Eickelmann “Who cares? Öffentlichkeiten und Verletzbarkeiten kuratieren – Sorge für Verbindungen tragen“
DESCRIPTION:Gastvortrag im Rahmen der Vortragsreihe Digitale Gewalt und Antifeminismus organisiert von der dezentralen Gleichstellung Phil & Sowi sowie dem Marie Jahoda Center for International Gender StudiesSogenannte ‚Hassrede‘ im Netz\, d.h. die Verbreitung diffamierender\, missachtender Adressierungen entlang soziomedialer Kategorien wie gender\, race…\, gehört zum Alltag der Social Media-Praxis. Dabei sind ihre destruktiven und gefährdenden Effekte\, zumindest gemeinhin\, längst anerkannt. Mit der zunehmenden Beachtung der Rolle algorithmisierter Empfehlungssysteme und Aufmerksamkeitsmärkte stellen sich allerdings weitere Fragen danach\, wie Öffentlichkeiten und Verletzbarkeiten nicht nur produziert\, sondern auch reguliert bzw. kuratiert werden (sollen). Hier von Kuratierung – und weniger von Regulierung – zu sprechen\, folgt dem Anspruch\, die Frage\, wie Konnektivität im Kontext Social Media und darüber hinaus ausgestaltet und (re-)konfiguriert wird\, nicht nur als ein Problem der Governance\, sondern als ein Problem des Sorgetragens in digitalen Kulturen auszuweisen. Dabei handelt es sich\, so möchte der Vortrag zeigen\, um einen umfassenden Komplex an Sorgetechniken\, bei dem – eingebettet in (globale) Ungleichheitsverhältnisse – neben plattformökonomischen Aspekten auch rechtsstaatliche Regulierungen Digital Services Act) sowie mikropolitische Onlinepraktiken zum Tragen kommen. \n\n\n\nReihe Digitale Gewalt und Antifeminismus \n\n\n\nVerbale Gewalt\, Drohungen\, Doxing\, Troll-Attacken\, Verleumdung\, Beleidigung u.v.m.: Die Zahlen der Betroffenen von digitaler Gewalt sind alarmierend. Jede zweite befragte Person wurde schon einmal online beleidigt\, 26 Prozent mit Gewalt bedroht\, 13 Prozent mit sexueller Gewalt (Kompetenznetzwerk Hass im Netz 2024). Digitale Gewalt hat dabei reale Auswirkungen und wirkt oft nicht weniger schlimm als Gewalt in physischen Räumen – dennoch wird das Phänomen weniger ernst genommen als andere Gewaltphänomene. Gegenstand der Angriffe sind besonders häufig Frauen\, von Antisemitismus und Rassismus Betroffene. \n\n\n\nHass wird dabei „politisches Mittel“ (Kompetenznetzwerk 2023): Gezielte Angriffe auf Journalist:innen\, Wissenschaftler:innen\, Politiker:innen sowie Content Creator:innen bedrohen nicht nur Personen in ihrer Integrität und Subjektivität\, sondern auch die demokratischen Institutionen und Öffentlichkeiten. Durch das Einschüchtern und Bedrohen ihrer Vertreter:innen – insbesondere im Bereich der Genderforschung und des Feminismus\, wird Forschung\, Lehre und Zivilgesellschaft in diesem Bereich angegriffen. Von digitaler Gewalt besonders betroffen sind marginalisierte Gruppen. Dabei sollten digitale Räume allen Menschen unabhängig von Geschlecht\, Alter und Herkunft offenstehen. Viele Betroffene ziehen sich bereits aus dem Diskurs zurück\, was Folgen für die Öffentlichkeit und Demokratie hat.  \n\n\n\nIn dieser Vortragsreihe beschäftigen wir uns daher mit interdisziplinären Ansätzen zur Entstehung\, Wirkung und Bekämpfung von digitaler Gewalt auf Plattformen\, in Chats und Foren\, die sich insbesondere gegen FLINTA und Gleichstellungsmaßnahmen sowie Geschlechterforschung richten. Wichtig ist daher eine gender- und diversitätssensible Perspektive auf Gewalt\, die insbesondere marginalisierte Betroffenengruppen in den Blick nimmt. 
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SUMMARY:Vortragsreihe Virtuelle Tribunale: Susan Schuppli "Cold Cases" (SFB “Virtuelle Lebenswelten”)
DESCRIPTION:Susan Schuppli (London)Moderation: Anna PolzeVortragsreihe von Rupert Gaderer\, Vanessa Grömmke\, Anna Polze und Friedrich Balke  \n\n\n\nTribunale sind als antagonistische Kritik-Instanzen zum Gericht beschrieben worden. Sie stehen unter dem Verdacht\, voreingenommene und auf reine Sichtbarkeit und Verbreitung abzielende Schauprozesse zu sein. Diese Unterscheidung zwischen etablierten forensischen Gerichtspraktiken und interventionistischen Tribunalisierungsdynamiken befragt die Vortragsreihe mit Blick auf virtuelle Streitwelten. Denn Virtualität verändert nicht nur die Möglichkeiten der Ermittlung und Urteilsbildung in Bezug auf Konflikte\, sie trägt selbst zur Entstehung gänzlich neuer Streitszenarien einschließlich ihrer Ästhetisierungs-\, Verhandlungs- und Reflexionsräume bei. Die Vortragsreihe thematisiert deshalb tribunale Formen und forensische Formate\, die auf die Beschäftigung mit Konfliktfällen ausgelegt sind\, für die es (noch) keine institutionellen Urteilsregeln gibt.Die Veranstaltung findet auf Zoom statt. Anmeldung per Mail an virtuelle-streitwelten@rub.de
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SUMMARY:"Die Andere Seite der Pipeline. Extraktivistische Infrastrukturen zwischen Ruhrgebiet\, Ukraine und Sibirien" (Grako “Das Dokumentarische“)
DESCRIPTION:Die aus einer gemeinsamen Recherche von Oleksiy Radynsky\, Hito Steyerl und Philipp Goll hervorgegangene Ausstellung „Leak. Das Ende der Pipeline“ (MdBK Leipzig 2024) betrachtet den andauernden Russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine aus der Perspektive der langen Geschichte des Russischen Imperialismus. Eine These ist\, dass der Extraktivismus Dreh- und Angelpunkt für die heutige koloniale Politik Russlands ist und sich maßgeblich unter deutscher Beteiligung entwickelte. Im Mittelpunkt steht das „Jahrhundertgeschäft“ über Erdgas-Lieferungen zwischen der Bundesrepublik und der Sowjetunion\, das am 1. Februar 1970 im Essener Kaiserhof unterzeichnet wurde. In diesem Dreiecksgeschäft wurden Stahlrohre aus den Mühlheimer Werken der Mannesmann-AG gegen Sibirisches Erdgas getauscht und von der Essener Ruhrgas AG vertrieben. Der Deal war zentral für die „Neue Ostpolitik“ unter Willy Brandt (SPD)\, die unter dem Motto „Wandel durch Handel“ politische Entspannung durch wirtschaftliche Verflechtung zu erwirken versuchte. Heute ist die andere Seite des als Friedensprojekt lancierten Erdgas-Röhrentauschs offensichtlich. Vor allem die Ukraine wurde darin zur Verhandlungsmasse\, wie zuletzt die russische Invasion in der Ukraine 2022 deutlich machte. Wenig bekannt ist dagegen\, dass mit dem russisch-deutschen extraktivistischen Joint-Venture zur Erschließung fossiler Energiequellen eine Zerstörung von Natur und indigenem Lebensraum verbunden ist. Während Willy Brandt dank des Energiehandels vermeintlich „sauberes“ Erdgas importierte und damit sein umweltpolitisches Versprechen – „Der Himmel über dem Ruhrgebiet muss wieder blau werden“ – unterstrich\, wurde der Dreck der imperialen Lebensweise urbaner Zentren im Westen nach Sibirien ausgelagert. Dort durchziehen die extraktivistischen Infrastrukturen Gebiete wie z.B. die Jamal-Halbinsel\, die nicht nur die gigantischen Erdgasfelder beherbergt\, sondern Lebensraum für die seit Jahrhunderten mit ihren Rentieren nomadisch lebenden Nenzen ist\, deren traditionelle Lebensweise der Extraktivismus zerstört. \n\n\n\nPhilipp Goll wird in dieser Veranstaltung das gemeinsame Rechercheprojekt vorstellen und einige Bestandteile präsentieren. Im Anschluss ist Zeit zur gemeinsamen Diskussion über das konkrete Projekt sowie übergreifende Diskurse rund um extraktive Infrastrukturen\, Imperialismus und Kolonialismus sowie die Rolle ästhetischer Fragen und künstlerischer Arbeit in diesem Kontext. Organisiert und moderiert wird der Abend von Gerko Egert (Institut für Theaterwissenschaft)\, Philipp Hohmann (Das Dokumentarische) und Lana Uzarashvili (Das Dokumentarische). \n\n\n\nUm Anmeldung via Mail an das-dokumentarische@rub.de wird gebeten.
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SUMMARY:Ringvorlesung: Das Dokumentarische VI (Grako “Das Dokumentarische“)
DESCRIPTION:10:00 – 12:00: Ringvorlesung Das Dokumentarische VI mit V. Schierbaum und L. Uzarashvili (Uni105\, EG014) \n\n\n\nVesna Schierbaum“Random movements” – Modelle und Graphen als Dokumente eines theoretischen Tinkering \n\n\n\nLana UzarashviliImperial Clouds: The Atmos- phere of Expansion
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SUMMARY:Distinguished Lecture mit Annet Dekker (SFB “Virtuelle Lebenswelten”)
DESCRIPTION:Rethinking Future Heritage \n\n\n\nAm 22. Januar 2025 hält Annet Dekker in unserer Distinguished Lecture Series im Sonderforschungsbereich 1567 »Virtuelle Lebenswelten« den Vortrag »Rethinking Future Heritage« . Annet Dekker ist Assistenzprofessorin für Medienwissenschaft: Archiv- und Informationsstudien an der Universität Amsterdam und Gastprofessorin an der London South Bank University. Die Lecture beginnt um 18 Uhr im Veranstaltungszentrum der RUB.
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