Virtual Artist Lab mit Moritz Fehr

organisiert von Florian Sprenger

Gibt es virtuellen Klang? Welche Dimensionen könnte er haben? Welchen Raum eröffnen hörbare Objekte? Wie werden sie erzeugt, vervielfältigt und reproduziert? Was macht ein Sound-Artist überhaupt? Diese Fragen stellen sich dem Soundkünstler Moritz Fehr in seiner Arbeit im Soundlabor. Seine Werke basieren auf Recherchen und Reisen ins Feld (u.a. nach Namibia, die Wüsten Kaliforniens oder das Konzentrationslager Ravensbrück). Dabei stellt sich immer wieder die Herausforderung, mittels Sound und stereoskopischer Raumbilder ein virtueller Ort an einen anderen Ort zu bringen.

Am 30.6. ist Moritz Fehr zum ersten Virtual Artist Lab zu Gast und wird einen Einblick in seine Werkstatt sowie in ausgewählte Sound-Beispiele geben. Im Anschluss findet ein Arbeitsgespräch mit Florian Sprenger und eine offene Diskussionsrunde statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, an diesem Werkstattgespräch teilzunehmen und die vorgestellten Sound-Arbeiten anzuhören. Es ist keine Anmeldung erforderlich.

Im Virtual Artist Lab (VAL) treffen Kunst, Praxis und Virtualitätsforschung aufeinander. In Form von Werkstattgesprächen, virtuellen Studio-Visits, In-the-Making-Formaten und kleinen Workshops diskutieren eingeladene KünstlerInnen, WissenschaftlerInnen und Studierende, welche Rolle Virtualität für die künstlerische Praxis spielt, wie sie von den KünstlerInnen eingesetzt wird und welche Verfahren und Techniken dabei eingesetzt werden. Im VAL geht es um Prozesse des Machens mit Virtualität, um das Ausprobieren künstlerischer Verfahren und um das Reflektieren ihrer Konsequenzen. Pro Semester finden im Rahmen des Sonderforschungsbereichs 1567 Virtuelle Lebenswelten ein bis zwei Virtual Artist Labs statt, die von Annette Urban und Florian Sprenger gemeinsam organisiert werden.

Virtual Artist Lab mit Moritz Fehr, 30.6.2022, 14-17 Uhr, GABF 04/611